Was sind mesenchymale Stammzellen (MSCs)?
Mesenchymale Stammzellen sind multipotente adulte Stromazellen, die sich zu Knochen-, Knorpel- und Fettzellen differenzieren können — ihr Hauptwert in der Klinik liegt jedoch in der Signalgebung: MSCs setzen Faktoren frei, die Entzündungen modulieren und die Gewebereparatur unterstützen.
Funktion mesenchymaler Stammzellen
Die Funktion von MSCs wird am besten als parakrin beschrieben. Nach der Verabreichung erkennen MSCs die entzündliche Umgebung und sezernieren Zytokine, Wachstumsfaktoren und extrazelluläre Vesikel, die übermäßige Immunaktivität dämpfen, die lokale Blutversorgung verbessern, Fibrose reduzieren und residente Zellen zur Gewebereparatur anregen. Nur ein kleiner Teil der injizierten Zellen wächst langfristig an, weshalb die Signalrolle wichtiger ist als der Ersatz.
- Immunmodulation — Verlagerung der lokalen Immunantwort weg von chronischer Entzündung
- Trophische Unterstützung — Wachstumsfaktoren, die residente Zellen lebensfähig halten
- Anti-fibrotische Aktivität — Begrenzung der Narbenbildung im heilenden Gewebe
- Angiogenese — Unterstützung der neuen mikrovaskulären Versorgung
- Vesikelfreisetzung — die Grundlage der Exosomen-Therapie
Woher stammen MSCs?
MSCs können aus Knochenmark, Fettgewebe (adipöses Gewebe), Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe isoliert werden. Wharton's jelly — das gallertartige Gewebe der Nabelschnur — ist eine gängige Quelle, da die Zellen jung sind, sich gut in GMP-Kultur vermehren lassen und nach genehmigten, gesunden Geburten am Ende der Schwangerschaft nicht-invasiv gesammelt werden.
Die Kompromisse zwischen den Quellen werden verglichen in Nabelschnurblut versus Knochenmark.
Wofür wird die MSC-Therapie eingesetzt?
Die MSC-Therapie wird bei degenerativen Gelenkerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, neurologischen Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen diskutiert. Die Evidenzstärke unterscheidet sich je nach Indikation — lesen Sie unsere Evidenzprüfung bevor Sie aus einer einzelnen Behauptung Schlussfolgerungen ziehen.
Wie die Qualität von MSCs beurteilt wird
Fragen Sie nach Identitätsmarkern (CD73, CD90, CD105 positiv; CD34, CD45 negativ), Passagenzahl, Lebensfähigkeit bei Freigabe, Sterilitäts- und Endotoxintests sowie dem Freigabezertifikat, das Sie vor der Behandlung einsehen können. Unsere Dokumentationsstandards sind beschrieben in Referenzen und Qualität und wie man einen Laborbericht liest.
Häufig gestellte Fragen
Was sind mesenchymale Stammzellen einfach ausgedrückt?
Sie sind Reparatur-unterstützende Zellen, die im Knochenmark, Fett und Nabelschnurgewebe vorkommen. Sie können zu Knochen-, Knorpel- oder Fettzellen werden, werden aber klinisch hauptsächlich wegen ihrer entzündungshemmenden Signalgebung eingesetzt.
Sind MSCs dasselbe wie embryonale Stammzellen?
Nein. MSCs sind adulte multipotente Zellen, die aus zugestimmtem adultem oder perinatalem Gewebe entnommen werden. Sie sind nicht embryonal und nicht pluripotent.
Wie werden MSCs verabreicht?
Je nach Indikation: intravenöse Infusion, intraartikuläre Injektion, intrathekale Verabreichung oder lokale Injektion. Der Verabreichungsweg wird während der medizinischen Untersuchung festgelegt, nicht im Voraus.
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